• Susanne Rohner

Der Ergebnisdrache

Aktualisiert: Mai 1


Wie gehst du ans Malen heran? Nimmst du dir einfach Zeit dafür, oder machst du es nach Lust und Laune? Ganz egal, wie du es machst, bestimmt hast du auch hin und wieder Gedanken, die dich davon abbringen wollen. Sei es, dass sie es dir mit "unwichtig", oder "keine Zeit" vergällen wollen, oder sogar mit "kein Talent", diese eingefleischten Muster sind nach Michele Cassou Drachen. Und zwar eine ganz böse Sorte.

Diesen ersten nennt sie den Ergebnisdrachen. Wir sind geprägt davon, ein Ergebnis abliefern zu müssen. Das ist schlimm und obendrauf eine Lüge. Denn, wem sind wir Rechenschaft darüber schuldig, was wir malen? Nur weil wir von der Erziehung her so geprägt sind, heisst es noch lange nicht, dass dies der Wahrheit entspricht. Trotzdem kommt stets dieser Gedanke zu uns zurück. Nun gilt es, ihn auszutricksen, denn Urteile weisen auf den Punkt hin, an dem du das Tor zu deiner Kreativität verschliesst.

Michele gibt uns in ihrem Buch, "Point Zero - entfesselte Kreativität", folgende Hinweise dafür:

- Es ist ein gutes Zeichen, wenn die Bilder kindisch oder unproportioniert aussehen, denn das offenbart die Wahrhaftigkeit und Unmittelbarkeit des Malenden.

- Und es ist nicht wichtig, ob sie akkurat und genau sind, denn sie sind voller Lebendigkeit und Präsenz.


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